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August 2016

- Spielwiese Meer -

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Ein herrlicher Tag in der Bay of Islands im Norden Neuseelands. Das Ausflugsboot pflügte seinen Weg durch die blaue See vorbei an Inselchen, die sich wie grüne Walrücken aus dem glitzernden Meer erhoben. Wir standen mit vielen anderen Ausflüglern an der Reling am Heck des Bootes. Über uns schaukelten weiße Flauschwolken, unter uns schäumte die Heckschraube das Wasser zu Gischt.

„Mami, Mami“, hörten wir ungeduldig ein kleines Mädchen rufen, „Wann kommen endlich die Delfine?“ „Vielleicht heute nicht?“, meinte ich zweifelnd zu Klaus, meinem Mann. „Keine Sorge“, entgegnete er wohlgemut, „dieses Vergnügen lassen sie sich nicht entgehen!“

Und plötzlich waren sie da, vielleicht sechs oder acht Tiere. Ein lächelnder Kopf tauchte aus dem Wasser, ein zweiter erschien daneben. Fröhliche Augen blickten uns an, einer sprang durch die Luft, ein anderer folgte und ein dritter stand mit meterweitem Luftflug den beiden nicht nach. Hier eingetaucht, dort aufgetaucht, wie im spielerischen Wettlauf mit dem Boot, mal schnell, mal langsam. Dann wieder hinein in die Gischt der Heckschraube, diesem großen sprudelnden Whirlpool.

Ich hatte Delfine schon im Meeresaquarium Pirouetten drehen und Saltos springen sehen, doch hier war es ganz anders: Ihr Vergnügen war ansteckend. Wir alle waren fasziniert, viele Kameras klickten, ich malte beflügelt und das kleine Mädchen, jetzt auf dem Arm ihres Vaters, erlebte die Freude der Tiere jauchzend mit.

Doch plötzlich waren die Delfine verschwunden, wieder abgetaucht in ihre eigene Welt. „Mami, wo sind sie alle hin?“, fragte überrascht das Kind und schaute sich suchend nach allen Richtungen um. „Sie spielen jetzt tief unten im Meer“, sagte die Mutter, „vielleicht erzählen sie sich jetzt etwas oder schlafen ein bisschen.“ – „Und kommen sie wieder?“ – „Na klar, wenn das nächste Ausflugsboot auftaucht und das Meer wieder in ihre Spielwiese verwandelt.“


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