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Juni 2015

- Lustige Gesellen -

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Als ich die 4 heranwachsenden Schwalbenjungen in ihrem Nest sah, musste ich gleich lachen und schnell meine Malsachen aus dem Rucksack zaubern. Da saßen sie eng aneinander gedrängt in einem viel zu kleinen Nest, doch schienen wie Paschas mit sich und der Welt zufrieden. Während ich malte, kam schnell Bewegung in die Truppe. Da plusterte sich der eine auf, drängte dabei seinen Nachbarn etwas zur Seite, der rückte ein Stück weg, rempelte den dritten – bis sich der vierte schließlich nicht mehr halten konnte und aus dem Nest fiel. Ein paar Flügelschläge später versuchte er, sich wieder zwischen seine Geschwister zu drängeln. So ging es mit dem Schubsen, aus dem Nest flattern, wieder zurückkehren und zwischen die anderen quetschen eine Zeitlang weiter, bis mit einem Male die Schwalbeneltern mit Gewürm im Schnabel durch das offene Scheunentor hereinflogen. Ganz klein duckten sich nun die Jungen in ihrem Nest. Mit nach oben gereckten Hälschen und weit aufgerissenen Schnäbelchen waren sie nicht mehr die muntere Rasselbande von eben, sondern wirkten ganz klein und halbverhungert. Schnell war die Nahrung verschlungen – und schon stürzten sich die Schwalbeneltern wieder auf und davon, um neue herbeischaffen. Doch kaum waren sie aus dem Tor, machten sich die Schwalbenjungen auch schon wieder groß und dick, hockten einträchtig nebeneinander und beäugten mich, wie mir schien, freundlich grinsend, bevor das Drängeln und Schubsen erneut begann. Ich dachte: Man spricht ganz selbstverständlich von Vogelkindern. Den Begriff „Vogelteenies“ gibt es hingegen nicht. Das Phänomen schon!

 

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