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Januar 2015

- Die Königspinguine -

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Reisen kann man auf vielfältige Art und Weise. Mein Mann Klaus und ich sind am liebsten selbstbestimmt unterwegs mit viel Freiraum für spontane Entscheidungen. So kam es, dass wir uns in Patagonien kurzentschlossen für einen kleinen Abstecher nach Feuerland entschieden, um dort die einzige, außerhalb der Antarktis lebende Kolonie von Königspinguinen zu besuchen.

Ein Auto zu mieten, wagten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, der Weg war lang und unbekannt. Stattdessen schlossen wir uns einer organisierten Tour an, fuhren mit dem Fährschiff über die Magellanstraße und in einem Minibus auf holprigen Straßen durch weites flaches Grasland. Nirgends eine Siedlung, ein Haus oder ein Baum.

Nach Stunden waren wir endlich am Ziel: eine Holzbude im Nirgendwo, ein Wegweiser und ein Pfad. Wir stapften schweigend und ein bisschen aufgeregt Richtung Meer. Und dann sahen wir sie! In kleinen Gruppen standen die großen Königspinguine ruhig und reglos zwischen hohen Gräsern jenseits eines kleinen Baches. Unsere Anwesenheit schien sie nicht im Mindesten zu berühren.

Wir legten und hockten uns ins Gras, niemand sprach ein Wort. Die majestätische Gelassenheit der Tiere hatte uns alle in ihren Bann gezogen. Mal lief der eine gemächlich ein paar Schritte, mal legte ein anderer das Köpfchen in den Nacken, öffnete seinen Schnabel und ließ einen langgezogenen klappernden Ruf erschallen. Mehr geschah nicht.

Während ich noch schaute und staunte, klickten bereits die Fotoapparate. Als ich meine Malsachen aus der Tasche holte, war die Gruppe schon zur nächsten Stelle weitergezogen und als ich endlich mein Bild beginnen wollte, raunte mir Klaus zu, ich müsse mich sputen, die für diesen Ort eingeplanten 20 Minuten seien schon fast um.

Also zeichnete ich in größter Eile mit dickem Pinsel die wunderschönen Tiere. Und fühlte mich dabei wunderbar ruhig, richtig glücklich.

 

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