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Dezember 2013

- Weihnachten in St. Matthias -

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Zu den 50 wichtigen Orten meines Lebens zähle ich die Kirche in meinem Heimatdorf. Nicht nur, weil ich hier in meiner Kindheit und frühen Jugend jeden Sonntag den Gottesdienst besucht habe und alle Wölbungen und Bögen des Raumes genauso gut kenne wie die Altarbilder, Fensterbilder, Steinfiguren und Wandgemälde. St. Matthias ist für mich auch die Schnittstelle in die Vergangenheit meiner Familie, die katholisch, ortsbeständig und dieser Kirche viele Generationen lang verbunden blieb. Ich spreche von Menschen, die ich, wären sie noch am Leben, Urururgroßmutter oder Urururgroßvater nennen würde, von denen aber nur ihr Name, wenn überhaupt, überliefert ist. In der St. Matthias Kirche wurden sie getauft, vermählt, betrauert, hier verbrachten sie einen Teil ihrer Sonntage. Aber kannten sie auch die Empore mit der Orgel? Ich betrat sie zum ersten Mal 2008, um von hier aus während der Weihnachtszeit dieses Bild zu malen. Am Ende des langen Mittelschiffs bietet sich in halber Höhe ein schöner Blick über die ganze Kirche. Ich malte, während der Organist spielte, der Chor sang, der Pfarrer predigte und die Gottesdienstbesucher beteten. Und während des Malens dachte ich an die vielen Menschen, deren Existenz ich mein eigenes Leben verdanke, und über die ich niemals mehr wissen werde, als dass sie Bauern waren und in diesem Dorf gelebt haben. Genau hier haben sie gesungen, gebetet, sind ihren Gedanken nachgegangen. Ihnen, den Unbekannten und mir doch Verbundenen, habe ich dieses Bild gewidmet.

 

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