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November 2012

- Mollie -/132-250-thickbox/mollie.jpg

 

Grauer Himmel, Nieselregen – doch ganz egal: Heute endlich ist der Tag gekommen, um ein Pferd zu malen. Und nicht irgendeins, sondern Mollie, das Pflegepferd meiner Tochter Xira. Ich bin extra nach Oldenburg gereist und nun sitzen wir bei Nieselregen vor dem Stall – Xira auf einem Stuhl mit Regenmantel, Regenhut und Mollie am Zügel, ich beiden gegenüber unter einem Vordach mit meinen Malsachen auf den Knien. „Dauert´s lange?“, fragt Xira lustlos. "Keine Ahnung!“, entgegne ich gereizt. Es ist echt kein guter Tag für ein Bild. Einzig allein Mollie scheint gelassen und hört uns mit gespitzten Ohren zu. So sind es auch diese Interesse signalisierenden Ohren, die ich als erstes male. Doch schon bald schwindet auch Mollies Aufmerksamkeit und das Pferd überkommt eine Müdigkeit. Sie senkt ihren Kopf, die Augenlider klappen zu, das Maul auf und ihre hängenden Ohren sprechen Bände. „Hallo, Mollie, aufwachen!“, versuche ich es ein paar mal, doch da ist nicht viel zu machen. Das Pferd und später auch meine Tochter fallen in einen Dämmerzustand. Zum Glück ist das Papierformat für das Bild ganz klein und meine Malsession dauert kaum länger als eine Stunde. „So, ich bin fertig!“, unterbreche ich irgendwann die Stille. Ein Räkeln, ein Strecken, Ross und Reiterin werden wieder munter. „Zeig mal das Bild.“ Ich reiche Xira den Malblock. Sie fängt sofort an zu lachen – und ich weiß genau warum: Mollies gespitzte Ohren und der Schlafzimmerblick passen wirklich nicht ganz zusammen! Aber dieses Bild passt haargenau zu diesem Tag, den Mollie wahrscheinlich längst vergessen hat, der aber meiner Tochter und mir immer in Erinnerung bleiben wird.

 

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