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August 2012

- Bei Pinto -

Manche Orte sind einfach Institutionen: Ein solcher Treffpunkt war die Kneipe (Tasca) von Pinto. Ich fühlte mich hier immer so urig wohl, dass ich mich entschied, dieses Bild zu malen. Es war klar, dass ich dafür viel Zeit und mehrere Urlaubsreisen brauchen würde.

Das Bild begann ich im Oktober und malte immer nur abends nach dem Essen. Nach einer Skizze der Räumlichkeit musste zunächst Wirt Pinto gut getroffen werden, denn schließlich war er ja das Zentrum dieser kleinen Welt. Als alle anderen und ich mit seinem Abbild zufrieden waren, malte ich seine Frau Yvonne und seinen Sohn Nuno. Im Kurzurlaub im Frühling kamen António, Tofá und meine Freundin Juni hinzu und im Sommer malte ich Pintos Schwägerin und den bärtigen José. Der Dorfälteste José, der jeden Abend zu Pinto kam, um ein bisschen zu reden, zuzuhören, fernzusehen und sein Copo de Vinho zu trinken, wurde mein letztes Modell. Wenn die Kneipe leer war, malte ich die Tische und den Fußboden, wenn sie voll war, die Wände, die Decke und alles, was es sonst noch zu sehen gab.

Wenn mich jemand fragt, welches Bild mein Lieblingsbild ist, dann ist es dieses. Denn die ganze Zeit habe ich beim Malen die positive Stimmung des Ortes und der Menschen gespürt, viel gute Laune und Lebenslust. „War prima, damals!“ sagt jeder wehmütig, der Pintos Kneipe kennt, und Pintos blinde Augen strahlen, wenn er sagt: „ Meine Tasca war hier im Ort das beste Lokal. Alle Leute kamen gerne zu mir, egal, ob arm oder reich, ob Portugiese oder nicht. Wir haben getrunken, geredet - quasi die ganze Nacht, es war immer sehr gut für alle.“

Ich danke dem Leben für dieses Bild und freue mich, weil es die Erinnerung an diesen einmaligen Ort lebendig erhält.

 

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